
Nun, ganz so einfach ist es nicht.
Versucht man in einem Satz zu erklären, was ein Weblog ist, so ist folgende Definition von Stefan Bucher recht reffend:
Ein Weblog ist eine Website, die regelmässig mit meist persönlich gefärbten Beiträgen aktualisiert wird und diese Beiträge in umgekehrter chronologischer Reihenfolge auflistet. [Quelle: www.stefanbucher.net ]
Eine Reihe weiterer Kurz-Definitionen trug Sven Przepiorka auf seiner Seite zusammen. Hier einige Auszüge daraus:
„Ein Weblog ist ein Tagebuch, Notizblock, Logbuch und die Inkarnation des Hypertext. In einem Weblog kommentiert der Schreiber seine Surftour im Internet; ähnlich der Schiffskapitäne die ihre Reiseroute in einem Logbuch festhalten. Unterschied hierbei ist, dass ein Blogger ein Hypertext-Eintrag macht, indem er seinen Logbuch-Eintrag mit Links zu anderen Seiten untermalt. [...] Neue Einträge stehen chronologisch sortiert meist an oberster Stelle eines Weblogs.“ (Thomas Gigold)
„Weblogs sind bekannt geworden als persönliches Sites, die eine Liste von kommentierten Links zu anderen Web-Sites oder auch News oder Berichte über selbst Erlebtes erhalten. Sie erfüllen damit eine ähnliche Funktion wie Zeitschriften und selektieren Lesenswertes für andere. Diese Selektion ist persönlich, nonkonformistisch, bisweilen sarkastisch. Weblogs erinnern insoweit an Fernseh-sendungen wie die Harald-Schmidt-Show oder TV Total.“ (Gerhard Schoolmann)
„Weblogs (kurz: Blogs) bieten jedem technischen Laien die Möglichkeit Inhalte ins Internet zu stellen. Der Internet-Nutzer muss nicht länger nur Informationen konsumieren, sondern kann diese auch kommentieren oder eigene Inhalte ins Netz stellen. Das Internet wird kommunikativ!“ (ver.di)
„Das ganz persönliche Internet-Magazin. Klatsch, Informationen, Selbstbespiegelung und Poesie. Nicht ganz so exhibitionistisch und banal wie Webcams. Bilder und Text irgendwo zwischen Monica Lewinsky und Wer-bin-ich-eigentlich?“ (Der Tagesspiegel)
„Fotoalbum, Nachrichtenbörse oder Tagebuch: Weblogs sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sie betreiben. Mit einfach zu bedienender Software kann praktisch jeder Mensch zum Blogger werden.“ (Nordwest Zeitung)
Es kann also ein Tagebuch sein, kann aber auch unzählige andere Themanbereiche umfassen. Blogs, wie Weblogs auch gerne genannt werden, können jedes wie auch immer geartete Mitteilungsbedürfnis des Autors befriedigen. Die Auflistung erfolgt meist in umgekehrter chronologischer Reihenfolge. Dem Autor steht dabei nicht nur der Schriftweg zur Verfügung – jedes modernes Medium kann in einen Blog eingebunden werden. Die Kommentarfunktion ermöglicht eine Diskussion des jeweligen Themas. Hinter vielen Blogs stehen so genannte Social Network Communities. Diese sind das Aushängeschild des „neuen“ Mitmach-Webs „Web 2.0″.
Eine visuelle Erklärung findet man auf youtube:
